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Der Untergang des Atheismus - Evolutionstheorie Wiederlegt

Unterscheidung nach dem Gottesverständnis Daneben gibt es auch noch Formen des Atheismus, die den eigenständigen ontologischen Status von Gott oder Göttern einschränken oder verneinen. Im anthropozentrischen Atheismus (Ludwig Andreas Feuerbach etwa) ist Gott kein echtes übernatürliches Wesen, sondern ein Produkt menschlicher Einbildungskraft. In der Philosophie Kants ist Gott nur eine regulative Idee der Vernunft. Allerdings handelt es sich bei Kant lediglich um eine Form des methodischen Atheismus. Kant kritisiert als erster die Metaphysik als die Annahme, man könne sich der Frage nach der Existenz und dem Wesen Gottes philosophisch nähern. Innerhalb der Philosophie kann Kant methodisch Gott keinen größeren Stellwert als den einer regulativen Idee einräumen, ohne dass dies seinen persönlichen Glauben in Frage stellt. Atheistische Züge in Hochkulturen des Orients Allgemein Die frühesten belegbaren Formen des theoretischen Atheismus finden sich in den alten Hochkulturen des Ostens. In Indien weisen einige der ältesten philosophischen Systeme indischen Denkens atheistische Formen auf. Hierzu zählen der Jainismus, das Samkhya (beide entstanden ca. im 6. Jh. v. Chr.), sowie das Vaisheshika und das Nyaya. Insbesondere die Tradition des Samkhya ist im indischen Denken bis heute lebendig geblieben. Der Buddhismus, der im 5. Jh. v. Chr. in Indien entstand, und der Daoismus, der im 4. Jh. v. Chr. in China entstand, negieren die Existenz einer Schöpfergottheit. Ob die Hebräer einen theoretischen Atheismus kannten, ist umstritten. Jean Meslier sah in einigen Stellen des Alten Testaments Belege für die Existenz von Atheisten. So z. B. in Ps 10,3: „Es redet stolzen Sinnes der Frevler: / 'Nie wird er strafen, es gibt keinen Gott!' / Dies ist all sein Sinnen und Trachten." Diese Interpretation wird von den meisten Exegeten jedoch nicht geteilt. Ihrer Meinung nach würden an den besagten Stellen stets nur bestimmte Eigenschaften Gottes geleugnet, nie aber seine Existenz. Die Fachliteratur sieht mitunter im Zervanismus der antiken Perser, mit dem übergeordneten unpersönlichen Prinzip des Zervan, eine Form des Atheismus. Über die Existenz eines praktischen Atheismus in frühen Kulturen kann nur spekuliert werden, da er naturgemäß keine schriftlichen oder archäologischen Zeugnisse hinterlässt, wie es auf der anderen Seite religiöse Kulte tun (Tempel etc.). Buddhismus Der Buddhismus weist den Glauben an einen Schöpfergott zurück, nimmt aber in seiner Kosmologie die Existenz zahlreicher anderer Ebenen der Wirklichkeit an, auf denen sowohl besser- als auch schlechtergestellte Wesen existieren, von denen die höheren Wesen den hinduistischen Göttern (Devas und Asuras) entsprechen. Diese Götter sind allerdings wie alle Wesen selbst im Existenzkreislauf gefangen; im Sinne der Wiedergeburtslehre kann jedes Wesen irgendwann auch als Deva geboren werden, wenn das entsprechende Karma (in diesem Fall überaus große Freigiebigkeit bzw. Samadhi-Erfahrungen) angesammelt wurde. Im Mahayana- oder nördlichen Buddhismus verehrt man darüberhinaus Wesen, die selbst Buddhas oder Bodhisattvas geworden sind. Durch den Respekt, den man diesen entgegenbringt, entsteht eine der notwendigen Grundlagen, selbst diesen Zustand zu erlangen. Daher werden im Buddhismus zahlreiche Statuen, Stupas und Tempel errichtet, die Objekte der Verehrung sind. Diese Wesen sind aber keine Götter, sondern Vorbilder. Griechische und römische Antike